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Kein Glück für Team NKS bei ADAC-Kart-Masters

Mit großen Erwartungen ist das NKS-Team zur vorletzten Veranstaltung der ADAC-Kart-Masters in Wackersdorf angereist und zwar nicht nur die eingeschriebenen Masters-Stammfahrer Tim Krause, Mike Ortmann, Toni Tschentscher, Robert Jahnsmüller, David Böhrke und Toni Greif, sondern auch die als Gastfahrer startenden Maximilian Paul, Felix Walther und Igor Juntes wollten sich in den starken Starterfeldern behaupten. Aber alle Anstrengung nützt nichts, wenn das nötige Quentchen Glück fehlt.

Der einzige, der mit einem rundum zufriedenen Lächeln nach Hause fuhr, war wohl Bambini-Pilot Mike Ortmann. Mit Startposition 6, die er sich bei nassen Streckenverhältnissen sichern konnte, fuhr Mike sein bislang bestes Zeittrainingsergebnis bei den ADAC-Kart-Masters heraus. Nur wenige 100stel (!) Sekunden dahinter schaffte auch Maximilian Paul mit der neunten Zeit den Sprung in die Top-Ten. Auch er konnte mit diesem Ergebnis mehr als zufrieden sein – war es doch sein erster Start in einer internationalen Meisterschaft. Tim Krause, der Jüngste im Team, reihte sich auf Rang 18 ein. Bei einer äußerst hohen Leistungsdichte, mit Abständen von teilweise nur 1000stel Sekunden – auch in den hinteren Regionen – ist auch eine 18. Startzeit ein annehmbares Ergebnis.

Am Sonntag zeigte sich der letzte Julitag des Jahres grau in grau, aber wenigstens herrschten klare Witterungsverhältnisse – es war trocken. Im ersten Rennen legte Max einen Blitzstart hin, bereits an sechster Stelle liegend fuhr er in die erste Kurve. Das Pech ereilte ihn in Runde drei. In einen Zweikampf verwickelt blieb er mit seinem Frontspoiler an der Stoßstange eines Konkurrenten hängen, woraufhin er diesen verlor. Nach einem kurzen Boxenstopp begab er sich mit Ersatzspoiler auf Aufholjagd, konnte auch die Zeiten der vorderen Fahrer mitfahren, aber mit einer Runde Rückstand konnte er keinen Platz mehr gewinnen. Mike Ortmann rutschte nach dem Start auf Position 8 zurück, konnte sich aber schon innerhalb der ersten drei Runden wieder bis auf Rang 6 zurückkämpfen. Rundenlang konnte er diesen Platz verteidigen, musste dann aber doch einen Konkurrenten passieren lassen, so dass er mit Platz 7 sein bisher bestes Kart-Masters-Ergebnis einfuhr. Tim, der in den letzten Rennen nicht gerade vom Glück verfolgt war, fuhr ebenso ein tadelloses Rennen. In einer Gruppe von mehreren Fahrern verteidigte er erfolgreich seine Position und beendete das Rennen auf einem hervorragenden 12. Platz. Auch für ihn bedeutet das sein bisher bestes Saisonergebnis in der Masters-Serie.

Im zweiten Rennen verlor Mike zunächst am Start wieder zwei Plätze, die er sich aber kurzzeitig wieder zurückholen konnte. Trotz eines fehlerfreien Rennens und viel Kampfgeist wurde Mike dennoch wieder auf Platz 8 verwiesen, auf dem er auch die Zielflagge sah. Tim hatte eigentlich einen optimalen Start. Doch da die anderen noch standen, als er losfuhr, ging er selbst von einem Frühstart aus und bremste, als auch der Rest des Feldes startete. Damit verlor er nicht nur die so gewonnenen, sondern noch weitere fünf Plätze und reihte sich somit auf dem 18. Rang ein. Tim konnte diesen auch bis zum Schluss verteidigen, aber es gelang ihm trotz sehr guter Rundenzeiten keine Platzverbesserung. Nach dem Pech im ersten Rennen startete Max im zweiten Rennen von Position 23. Erneut erwischte er einen sehr guten Start. Bereits nach der zweiten Kurve rangierte er auf Platz 15. Im Laufe des Rennens arbeitete er sich durch ausgezeichnete Überholmanöver weiter nach vorn und wurde schließlich als 11. abgewunken.

Bei Toni Tschentscher im mit 59 Fahrern wieder stärksten Feld sah es anfangs auch vielversprechend aus. Mit Platz 29 im Gesamtzeittraining lag er auf jeden Fall im Bereich des Möglichen. Der erste Heat wurde bereits am Samstag bei viel Regen ausgetragen. Eigentlich sollte Toni von Platz 10 starten, doch schon in der Formationsrunde rutschte er auf der nassen Bahn weg, drehte sich und musste so dem Feld hinterhereilen. Bereits nach wenigen Runden lag Toni wieder im guten Mittelfeld und schaffte es sogar schon nach der Hälfte der Rundendistanz, sich bis auf Platz 6 nach vorn zu kämpfen. Einige Runden konnte er diese Position halten, verlor dann aber nur drei Runden vor dem Fallen der Schwarz-weiß-karierten Flagge sein Kart auf der äußerst rutschigen Strecke und landete so unglücklich im Reifenstapel, dass die Lenksäule verbog und eine Fortsetzung des Rennens nicht mehr möglich war.

Auch der zweite Heat am Sonntag – diesmal auf trockener Strecke – verlief nicht glücklicher. Im Startgedränge kam Toni von der Ideallinie ab, wodurch er viele Plätze verlor. Als sich dann noch ein Konkurrent direkt vor ihm drehte, war eine Kollision für den direkt dahinter fahrenden Toni unvermeidbar. Er konnte zwar das Rennen fortsetzen, kämpfte sich mit der schnellsten Rennrunde dieses Heats (!) auch bis auf Platz 13 nach vorn, aber letztlich reichte die Rundenanzahl nicht aus, um die benötigte Position herauszufahren, die für eine Finalteilnahme nötig war.

Das Pech sollte auch in der Schaltkartklasse nicht abreißen.

Toni Greif, der schon beim WM-Lauf der KZ 2 im Juni eine gute Performance abgeliefert hatte, zeigte auch im Zeittraining der Kart-Masters mit Platz 13, dass mit ihm durchaus zu rechnen ist. Es folgten Robert Jahnsmüller auf Platz 26, David Böhrke, der mit einigen Problemen zu kämpfen hatte, auf Platz 30 und die Gaststarter Igor Juntes und Felix Walther auf den Plätzen 36 und 37.

Im ersten Heat katapultierte sich David von Platz 20 mit einem grandiosen Start bis auf die 7. Position nach vorn. Beim Angriff auf den 6. war ein Konkurrent leider zu optimistisch und fuhr David so über sein Kart, dass nicht nur die Lenksäule, sondern vor allem das Chassis verzogen war. Robert verlor am Start einen Platz, hielt sich aber aus allen Rangeleien und Kollisionen heraus und konnte seine Position erfolgreich verteidigen, so dass er schließlich als 13. die Ziellinie überquerte. Auch Igor behauptete sich in dem starken Fahrerfeld und belegte Platz 19.

Im zweiten Heat des Tages ging Toni Greif von Platz 9 ins Rennen, Robert Jahnsmüller von Platz 18 und Felix Walther startete von Position 25. Letzterer hatte bei leicht abtrocknenden Streckenbedingungen nicht das richtige Set-up gefunden und kam nur als 24. ins Ziel. Auch für Robert lief es im zweiten Heat nicht wie gewünscht. Er verlor zwei Plätze und sah als 20. die Zielflagge. Einzig Toni konnte in einem starken Rennen noch einen Platz gewinnen, er wurde 8.

Im dritten und letzten Heat am Sonntagvormittag ging es vor allem für David noch einmal um alles – nämlich um den Einzug ins Finale. Nachdem sein Kart bis in die späten Abendstunden wieder fahrtauglich gemacht wurde, gelang David von Startplatz 20 ins Rennen gegangen erneut ein sehr guter Start. Doch wieder sollte das Glück nicht auf seiner Seite sein. Schon in Runde drei wurde er wieder ins Aus befördert. Diesmal konnte er die Fahrt wieder aufnehmen, aber mehr als Platz 20 war trotz Rundenzeiten, wie sie in der Spitzengruppe gefahren wurden, nicht mehr machbar. Letztlich reichte es damit für David auch nicht zum Sprung in die Endläufe. Für Toni Greif lief es dagegen besser. Von Position 9 gestartet, wehrte er sich erfolgreich gegen die Angriffe seiner Konkurrenten und beendete als 6. den letzten Heat. Felix Walther und Igor Juntes reihten sich in die Pechsträhne mit ein. Igor schied bereits in der ersten Runde wegen technischem Defekt aus, bei Felix riss die Auspuffhalterung in der Mitte des Rennens und zwang ihn zur Aufgabe. Beide konnten aufgrund dieser Ergebnisse ebenfalls nicht an den Finalrennen teilnehmen.

In den ersten Endlauf starteten also noch die zwei verbliebenen Schaltkartfahrer des NKS-Teams Toni Greif von einem hervorragenden Platz 8 und Robert Jahnsmüller von Position 26. Während Robert nur einen Platz verlor, fiel Toni auf Platz 12 zurück. Dennoch ein sehenswertes Ergebnis. Im zweiten Rennen aber fiel auch Toni einem äußerst unüberlegten Überholversuch zum Opfer. An der schnellsten und damit auch gefährlichsten Stelle der 1.222 m langen Strecke wurde er unsanft ins Aus befördert. Zum Glück ist ihm nichts passiert, aber das Rennen und damit die Aussicht auf weitere wichtige Punkte waren damit verloren. Somit war Robert der einzige NKS-Pilot in der Schalterklasse, der auch die letzte Zielflagge sah. Im üblichen Startgedränge verlor er zunächst einige Positionen, kämpfte aber in einer großen Gruppe um seine Position und erreichte schließlich als 25. das Ziel.

Am Ende des Tages resümierte Teamchef Lars Naumann: „Ein Wochenende zum Abhaken“. Fazit: Der Speed bei den Fahrern war da, allein das Glück hat bei den meisten gefehlt. Hoffen wir, dass es in den Regionalmeisterschaften und beim letzten Kart-Masters-Rennen in Kerpen für alle NKS-Fahrer wieder besser läuft.

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